27. April 2025 - 18:00 Uhr

Wir sind für euch da

Aus Versehen hat diese Sendung einen roten Faden. Nämlich das Füreinanderdasein, sei es unter Freunden, unter Geliebten, unter Brüdern, unter miteinander Reisenden oder sich sonst wie begegnenden Menschen.

 

Ein Teil der gespielten Songs handelt davon, für andere da zu sein zu wollen oder vom Wunsch und gleichzeitigen Unvermögen anderen helfen zu können.

Teilweise geht es aber auch darum, eben nicht da zu sein, sich bewusst oder unbewusst abzugrenzen und nein“ zu sagen. Sei es aus (gesundem) Egoismus oder schlicht aus Mangel an Ressourcen wie in Bürotage von Die höchste Eisenbahn oder in Panik von Madsen, wo es heißt „Es gibt nur einen Weg / Ich nehme keine Rücksicht auf dich / Ich bin in Panik“.

 

Apropos Madsen: Stellt euch vor, Sebastian Madsen mit Kochtopfschnitt im längsgestreiften Satinbademantel am Flügel sitzend. Der milde Frühlingswind weht den leichten weißen Vorhang durch die offene Terrassentür herein. Sebastian vollendet gerade seine neuste Komposition.

Das ist mein Kopfkino beim Hören des Gesprächs von Micha mit Sascha und Sebastian Madsen vor dem Konzert im Substage Karlsruhe – und das alles nur wegen einer Frage von Matze Rossi!

Was ich mir da vorstelle, ist natürlich Milliarden Lichtjahre von dem entfernt, was bei einem Konzert von Madsen abgeht, aber wenn ihr die Sendung hört, versteht ihr das Bild ...

Ansonsten unterhalten sie sich über Mathematik, unendliche Dankbarkeit gegenüber Dax Werner sowie um die Faszination für Lärmerzeugung, die auch nach 20 Jahren Bandgeschichte immer noch ungebrochen scheint.

 

Und mit einem Zitat aus dem Lied Lärm von Madsen nehme ich den roten Faden wieder auf: „Ich brauche keine Bruderschaft, ich brauche meine Brüder / Und wenn dir jemand Ärger macht, dann kommen wir zu dir rüber“.

 

 

Playlist

  • Die Höchste Eisenbahn - Bürotage
  • Kantine - Mascis
  • Baits - Sleep With You
  • The Killers - Mr. Brightside
  • Madsen - Vielleicht
  • Madsen - Goodbye Logik
  • Madsen - Faust Hoch gegen Faschismus
  • Herrenmagazin - Ich bin für dich da
  • Red Hot Chili Peppers - My Friends
  • Madsen - Panik
  • Bikini Kill - Rebel Girl

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Tina & Micha

 

Tina will's oft zu genau wissen, verstrickt sich dabei in den eigenen Gedanken, lässt das Kuddelmuddel dann ungelöst zurück und nennt es Kunst. Sowieso ist sie hin- und hergerissen zwischen ihrem Wissensdurst und dem intuitiven Tun, und landete bestimmt auch aus diesem Grund gemeinsam mit Micha als Schrägfunk beim Radio.

 

Micha ist der strukturierte Macher, der jedoch für allerhand Blödsinn gerne den geraden Weg verlässt. Er versucht Tinas Wirrwarr mit einem Augenzwinkern zu entknoten und stolpert dabei gerne mal über seine eigenen Worte. Ansonsten ist er oft schon einen Schritt weiter und bemerkt erst am Ende, dass noch was vom Anfang fehlt.

Schrägfunk - Tina und Micha
Foto: Hugi Hugel

Die Sendung

Schrägfunk ist die monatliche Radiosendung von Tina und Micha beim Freien Radio Querfunk Karlsruhe, bermuda.funk Mannheim/Heidelberg, Radio Corax Halle (Saale) und Radio Dreyeckland Freiburg, die Liveshow Schrägfunk Live und Initiator des Festivals Schrägfest.

 

Von regionalen Newcomern wie Everything in Boxes und Die Stühle, aufstrebenden Bands wie Sperling und Shitney Beers bis zu national bekannten Künstler:innen wie Adam Angst, Pabst, Kettcar, Muff Potter, Schrottgrenze und Neoangin aka Jim Avignon, treffen Tina und Micha Musiker:innen und verwickeln sie in bodenlose Gespräche über deren Musik und den Sinn und Unsinn von Erdnussbutter-Sandwiches.

Für Themensendungen wird auch mal im Waschsalon dreckige Wäsche gewaschen, nach Schneeliedern gestöbert oder am Abend gefrühstückt.

 

Seit Herbst 2020 geht Schrägfunk regelmäßig als Schrägfunk Live auf die Bühne. Mit Gästen aus der Kulturszene wird das, was im Radio Programm ist, live für das Publikum erlebbar gemacht. Hier verstricken sich die Gesprächspartner:innen in Diskussionen über Ananas auf Pizza und erzählen von Lust und Leid des Musiker:innendaseins. Genießbar gemacht wird das Ganze durch Musikeinlagen der Gäste oder der Band des Abends.

 

Bei der Auswahl der Gesprächspartner:innen und der Musik geben die beiden nicht einem bestimmten Musikstil den Vorrang, sondern es gilt: lieber schrammelig als perfekt, eher holperig als glatt, Emotion vor Logik.

 

Dazwischen geht es kreuz und quer und drumherum, denn irgendwas geht immer und wenn es schräg wird, umso besser.

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