Micha 09.2026

© Penelope Garner
Kennt ihr das? Man geht auf eine Party, auf die man eigentlich keine Lust hat, da dort viel zu viele fremde Menschen sind. Der Tag war lang - man ist müde, fühlt sich kraftlos. Doch dort angekommen, wird man genau so angenommen, wie man ist. Man wird mit all seinem Unwohlsein willkommen geheißen. Am Ende kann man sagen: Man kam als Fremder und ging als Teil einer Gemeinschaft. Was danach passiert? Egal, das wird die Zeit zeigen. Für den Moment jedenfalls ist alles … gut, auch wenn nicht alles gut ist.
Dieses Gefühl überkam mich beim Hören des Debütalbums von schluma.
„Heulen am Wasser“ klingt so angenehm vertraut. Wie eine Mischung alter Lieblingsbands (Tocotronic, Rekord, Astra Kids, Virginia Jetzt!) und ist dabei dennoch eigenständig genug, um etwas ganz Neues zu sein. Bereits die Vorabveröffentlichungen des Hamburger Quartetts hatten es mir angetan, und mit dem Album haben mich schluma nun komplett eingenommen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht besser werden, damit sie so gut bleiben, wie sie sind.

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